Dank Onboarding Prozess-Mitarbeitende länger halten

Wie steht es um die Motivation unserer Mitarbeitenden? Aus verschiedenen Studien ist ersichtlich, dass rund 15% der Mitarbeitenden eine hohe Motivation bzw. eine hohe emotionale Bindung zum Unternehmen haben. Rund 74% weisen eine geringe Motivation und 11% keine emotionale Bindung auf.

Wie gelingt es uns, eine grössere Bindung bzw. eine hohe Motivation zu bewirken? Einen möglichen Ansatz möchten wir vorstellen, das «Onboarding» für neue Mitarbeitende.

Nun, was ist Onboarding? Es ist deutlich mehr als der erste Eindruck am ersten Tag. Als Onboarding wird der HR Prozess definiert, der die Aufnahme des neuen Mitarbeitenden in das Unternehmen umfasst. Die Grundidee ist, wer sich schnell wohl und aufgenommen fühlt ist motivierter, leistungsfähiger und wird schneller die gewünschten Ergebnisse liefern. Nach einem guten Start bleiben die Mitarbeitenden häufig länger dabei.

Das Hauptziel eines durchdachten Onboarding Prozesses ist, dass der neue Mitarbeitende innerhalb der Probezeit und in den ersten beiden Jahren nicht kündigt. Oft verliert man die Neueingestellten nicht in der Probezeit. Gefällt es dem Talent nämlich nicht, hat es wenig bis keine Lust, sich bereits wieder auf Stellensuche zu begehen und sich dem aufwendigen und unsicheren Bewerbungsprozess zu unterwerfen und bleibt somit. Darum ist es wichtig, den Zeitraum auf die ersten 2 Jahre auszudehnen.

Der Prozess gliedert sich in 3 Phasen: 1. Vorbereitung, 2. Orientierung, 3. Integration. Die Vorbereitung beginnt vor dem eigentlichen Stellenantritt. Es wirkt sich günstig aus, den neuen Mitarbeitenden bereits vorab mit wichtigen Informationen zu bestücken. Der Mitarbeitende freut sich in der Regel, wenn er sich bereits vor dem Stellenantritt einlesen kann. Vor dem Eintritt ist ein umfassender Einführungsplan zu erstellen. Die Termine haben Priorität und müssen wie ein Kundentermin gehandhabt werden.

Der erste Tag ist der wichtigste Schritt. Dass sich Vorgesetzter und Unternehmensleiter die notwendige Zeit herausnehmen, erachten wir als selbstverständlich. Weiter soll der Arbeitsplatz vorbereitet, Login, Visitenkarten etc. auf dem Tisch vorbereitet sein. Ein schöner Blumenstrauss mit Karte hat durchaus Platz. Der Einführungsplan wird detailliert besprochen.

Zentral ist die Integration ins Team. Wir empfehlen, dem neuen Mitarbeitenden einen «Götti» zuzuteilen der die Aufgabe hat, ihn ins Team zu integrieren.  Um regelmässig festzustellen, ob sich neue Mitarbeitende wohlfühlen, oder ob es Probleme gibt, die einer Entscheidung bedürfen, muss er in regelmässigen Abständen vom Vorgesetzten zum Feedbackgespräch eingeladen werden. Es ist zentral, in der Integrationsphase des Onboardings am Ball zu bleiben, denn Probleme können in dieser Phase sofort beseitigt werden. Prägen sich ungünstige Abläufe jedoch ein, ist es möglicherweise zu spät. Der Mitarbeitende geht weg, was für den Unternehmer «zurück auf Feld 1», bedeutet.

Novis steht Ihnen für einen individuellen Aufbau eines Onboarding gerne zur Verfügung. Wir wünschen allen unseren «IMPULS» Lesern gutes Gelingen für die Umsetzung und wünschen Ihnen, dass die «Neuen» lange erhalten bleiben.

 

Ihre Novis

Barbara Fitze/ Urs Wehrle